Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2000 werden in der « Magma Lakásművészeti Galéria » regelmäßig die Werke ungarischer Künstler ausgestellt.
November 2000 Ausstellung textiler Kunstwerke von Szilvia Vereczkey. Eröffnungsrede von Andràs Réz, Ästhet.
Juni 2001 Ausstellung textiler Kunstwerke von Zsuzsi Szabo und Judit Gulyas. Einführung und Präsentation von Andràs Szalai, Kunsthistoriker, und eine Ballettvorführung von Eszter Lovisek, Tänzerin. Judit Gulyàs stellt ihre Werke ( Wandteppiche) in einer ständigen Ausstellung in unserer Galerie vor.
September 2001 Ausstellung von Kunstwerken der Glaskünstlerin Màrta Edöcs und von Möbeln des Designers László Szikszai. Die Animation übernimmt Péter Sziámi Müller (Musik), für die Modelle war Tamás Király zuständig.
November 2001 Aufführung organisiert in Zusammenarbeit mit Lauren Vidal Paris zum Thema « Divat Percei » (Minuten der Mode) Auftakt durch die Schauspielerin Ildiko Incze unter Mitwirkung des Schauspielers László Bor.
März 2002 Ausstellung der Werke des Malers Tibor Fazakas unter dem Titel „Mediterrán”. Auftakt durch Anikó Für, Schaupielerin, und Tamás Kiss, Mime.
Juni 2002 Ausstellung textiler Kunstwerke von Anna Regös mit einer Einführung von Sándor Fábry. Musikalische Begleitung durch die Gruppe „Horst Tappert Collective”.
Mai 2003 Ausstellung der Kunstwerke des Malers Eszter Csurka. Zur Eröffnung die Rede von Jànos Schiffer und ein Kurzfilm von Szilvia Nyitrai über die ausgestellten Kunstwerke.
Magma Lakásművészet
Galerie in Budapest, Petöfi Sàndor Straβe
Diese Galerie ist auf die Begeisterung einer Innenarchitektin für einen ansprechenden Geschäftsraum im Stadtzentrum zurückzuführen, der auch in zerstückeltem, schlechtem Zustand seinen „Genius loci“- Geist des Ortes, seine Patina als Zeuge vergangener Zeiten, sein schönes Äusseres, eine wunderschöne Holzfassade, bewahrt hat.
Sie ist zurückzuführen auf die Begegnung einer Architektin und eines Mäzen, der sich in den Kopf gesetzt hat, die Werke ungarischer Künstler in einem optimalen Rahmen auszustellen und diesen Künstlern die Möglichkeit zu geben, ihr grosses Talent und Können unter Beweis zu stellen.
Die Ausstrahlung dieses Ortes ging schon sehr bald über den funktionalen Zweck der Galerie und des Geschäftsraum hinaus. Sie wurde schon bald nach ihrer Eröffnung zu einem Ort der Begegnung, einem Ort, an dem sich Freunde, Künstler und Kunstliebhaber zu Diskussionen und Gesprächen einfanden.
Auch die Inneneinrichtung sollte diesen Mehrzweckgedanken widerspiegeln und eine warme und freundliche Atmosphäre ausstrahlen. So entstand ein Ausstellungsraum mit diskreter Eleganz, in den sich die Ausstellungsgegenstände harmonisch einfügen.
Im Hauptausstellungsraum, der sich über zwei Stockwerke erstreckt, wurden natürliche Materialien in naturbelassenen Farben verwendet, so z.B. bei der Verkleidung an den Wänden Ziegeln und am Boden Eiche mit Keramikstreifen versetzt.
Der Raum wird durch eine rund angelegte Galerie eingeschlossen, die über eine zierliche schmiedeeiserne Treppe mit Holzstufen begehbar ist. Durch die gewundene Form steht die Treppe im perfekten Dialog mit der Kreisbogenform der Decke.
Bei den Umbauten kamen wunderschöne genagelte Stahlpfeiler zum Vorschein, denen man wieder zu Glanz verhalf, indem die Installationskanäle mit Schnüren umwickelt wurden, um das Einziehen von Zwischendecken zu vermeiden, die die Raumhöhe erheblich gemindert hätten.
Die Anordnung als solche, Möbel und Schauvitrinen, stellen die Ausstellungsgegenstände in den Mittelpunkt.
Dank der Designerentwürfe, Studien, der Anwendung der gefundenen Lösungen und der Herausforderung, die mit der Umsetzung der Idee verbunden war, war für mich die Einrichtung der Magma Galéria in meiner jetzigen Berufslaufbahn eines der dankbarsten und zufriedenstellendsten Projekte überhaupt.
Hierfür möchte ich dem Mäzen und all jenen, die mitgewirkt haben, meinen Dank aussprechen.
Veronika B. Szabó
Architektin, Innenarchitektin